Lehrer und WhatsApp

Messenger erlauben eine schnelle und unkomplizierte Kommunikation mit einzelnen Personen oder mit Personengruppen. Für Lehrer scheint das eine attraktive Möglichkeit zu sein, mit Schülern und Eltern in Kontakt zu bleiben. Der in Deutschland am häufigsten genutzte Messenger-Dienst ist WhatsApp. Und damit beginnen auch schon die Schwierigkeiten.

Weine Meinung dazu vorweg: Finger weg!

Das größte Problem aus meiner Sicht ist der Datenschutz. Sicherlich ist die von WhatsApp verwendete Ende-zu-Ende-Verschlüsselung toll. Damit werden die Kommunikationsinhalte geschützt. Ich sehe eher den Umgang mit Adressdaten als Problem. Ohne dass es eine aktive Einwilligung gibt, können Personen in eine Gruppe aufgenommen werden. Natürlich kann man die Gruppe wieder verlassen. Aber einmal drin in der Gruppe, stehen die Kontaktdaten allen zur Verfügung. Das Adressbuch wird auf Servern gespeichert, die sich in einem unsicheren Drittstaat (USA) befinden. Die DS-GVO verbietet das.

Mein zweites Problem ist eher „weicher“ Natur. Eine WhatsApp-Kommunikation bringt permanente Erreichbarkeit mit sich. Es erfordert schon ein hohes Maß an Konsequenz, Nachrichten nicht sofort zu beantworten. Eine Trennung zwischen Arbeitswelt und Privatem fällt schwer.

Ich habe mir im Titel Lehrer ausgewählt, weil das der Arbeitsbereich ist, in dem ich meine Brötchen verdiene. Meine Argumente gelten jedoch genau so für Ätzte, Therapeuten und andere Berufsgruppen, die mit Menschen im beruflichen Umfeld kommunizieren.

Öffentlichkeitsarbeit und Fotos

Die unterschiedlichsten Maßnahmen aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit werden heute meist von Fotos begleitet. Fotos, die in sozialen Netzwerken gepostet oder auf Websites veröffentlicht werden.

Zunächst einmal gilt: Digitale Fotos, die natürliche Personen abbilden, fallen unter die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (DS-GVO). Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass es hierbei nicht um Fotos im privaten Umfeld geht. Für solche Fotos gilt lt. Art. 2 Abs. 2 Buchstabe c DS-GVO die Datenschutz-Grundverordnung nicht. Kindern (natürliche Personen vor vollendetem 14. Lebensjahr) wird im Zusammenhang mit Fotos für Öffentlichkeitsarbeit ein besonderes Schutzbedürfnis zuerkannt.

Bei Kindern kann davon ausgegangen werden kann, dass die Betroffeneninteressen überwiegen. Sie sollten weder fotografiert noch die erzeugten Fotos online veröffentlicht werden. Für alle anderen Fotos mit natürlichen Personen bedarf es einer Rechtsgrundlage. Hierbei hilft uns Art. 6 Abs. 1 DS-GVO weiter.

Eine einfache Möglichkeit besteht darin, die Einwilligung der abgebildeten Personen einzuholen (Art. 6 Abs. 1 Buchstabe a DS-GVO). Die Einwilligung muss aus freien Stücken erfolgen und sie muss dokumentiert sein. Das kann durch ein kleines Formular geschehen, welches die abgebildeten Personen unterschreiben. Eine Einwilligung kann z. B. bei Tagen der offenen Tür eingesetzt werden.

Bei Messen kommt es immer wieder vor, dass der Messestand mit Besuchern fotografiert wird. In solchen Situationen sollte eine Interessenabwägung (nach Art. 6 Abs. 1 Buchstabe a DS-GVO) vorgenommen werden. Bei dieser muss von den „vernünftigen Erwartungen“ der betroffenen Personen ausgegangen werden (Erwägungsgrund 47 DS-GVO). Kann ich als Messebesucher davon ausgehen, dass hier Fotos gemacht werden? Diese Frage kann mit „Ja“ beantwortet werden. Auf Messen ist also eine Einwilligung nicht erforderlich. Wenn Besucher auf dem Messestand allerdings nicht fotografiert werden möchten, muss diesem Wunsch entsprochen werden. Bereits erzeugte Fotos müssen demzufolge dann auch gelöscht werden.

Abgebildete Personen können überhaupt immer von ihrem Widerrufsrecht gebrauch machen. Die entsprechenden Fotos müssen dann zeitnah (innerhalb von 72 Stunden) gelöscht werden.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass weiterhin Fotos im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit erzeugt und verwendet werden können. Allerdings müssen einige Rahmenbedingungen beachtet werden.

DS-GVO – Erste Bußgelder auch in Deutschland verhängt

Die ersten Bußgeldverfahren zur DS-GVO wurden durchgeführt und Bußgelder wurden im Ergebnis verhängt. Eine kurze und übersichtliche Zusammenfassung zu diesem Thema hat das Handelsblatt veröffentlicht.

Laut Handelsblatt sind Beschwerden Betroffener der häufigste Anlass für Bußgeldverfahren. In der Praxis fehlt es offensichtlich an Belehrungen und Unterweisung der Mitarbeiter, die mit personenbezogenen Daten arbeiten. Eine Datenschutzdokumentation ist nicht nur Pflichtaufgabe für viele Firmen, Vereine und öffentliche Stellen. Sie kann auch dabei helfen, ein wirksames Datenschutzmanagement aufzubauen.

Grundeinstellungen für ein Libre-Office-Dokument anpassen

Im Unterricht werden meist Kenntnisse in der Softwarenutzung vermittelt, die auf dem Office-Paket von Microsoft basieren. Viele Schüler sparen sich die Kosten für Microsoft Office und setzten statt dessen Open oder Libre Office ein. Warum ich Libre Office empfehle, will ich hier nicht weiter darstellen. Das kann man z. B. hier nachlesen.

Für Texte, die innerhalb einer Ausbildung erstellt werden, gibt es oft Vorgaben für Grundeinstellungen. Wie man die in Libre Office umsetzt, möchte ich hier zeigen.

Beginnen wir mit den Seiteneinstellungen. Über das Menü „Format – Seite“ bekommt man das Dialogfeld für die Anpassungen geöffnet. Auf dem Register „Seite“ geht es dann zur Sache.

Formatlage und Seitenränder

Hier kann ins Querformat gewechselt werden. Die Seitenränder lassen sich hier ebenfalls anpassen.

Anders als bei Microsoft geht es im Libre Office erst einmal mit den Texten in Kopf- und in Fußzeilen weiter. Ich beginne mal oben auf der Seite mit der Kopfzeile. Um die Kopfzeile beschriften zu können, benutzt man das Menü „Einfügen – Kopf- und Fußzeile – Kopfzeile – Standard“. Jetzt kann die Kopfzeile beschriftet werden. Für die Fußzeile benutzt man das Menü „Einfügen – Kopf- und Fußzeile – Fußzeile – Standard“. Jetzt wird es spannend. Die in Word fertig vorhandene Nummerierung in der Form „Seite X von Y“ gibt es in Libre Office nicht. Man muss sie sich basteln. in der Fußzeile schreibt man das Wort „Seite“ gefolgt von einem Leerzeichen. Die jetzt folgende Seitenzahl bekommt man über das Menü „Einfügen – Feldbefehl – Seitennummer“. Dann tippt man ein Leerzeichen „von“ und wieder ein Leerzeichen. Die Anzahl aller Seiten im Dokument bekommt man mit dem Menü „Einfügen – Feldbefehl – Seitenanzahl“. Mit einem einfachen Klick auf den Textbereich verlässt man die Fußzeile.

Im Letzten Schritt wird die Grundschrift angepasst. Hier wird die automatische Silbentrennung eingebunden. Zuerst benötigt man die Liste aller Formatvorlagen. Die blendet man sich mit dem Menü „Vorlagen – Vorlagen verwalten“ ein. Eine Formatvorlage kann mit einem Klick mit der rechten Maustaste und „Ändern“ angepasst werden. Los geht es mit der Formatvorlage „Standard“. Auf dem Register „Schrift“ geht es los.

Hier werden Schriftart und Schriftgröße angepasst. Auf dem Register „Einzüge und Abstände“ kann der Zeilenabstand angepasst werden. Anders als in Word ist hier einfacher Zeilenabstand bereits eingestellt.

Die letzte Anpassung in der Formatvorlage „Standard“ bezieht sich auf die automatische Silbentrennung. Die stellt man auf dem Register „Textfluss“ ein.

Für die Formatvorlagen „Kopfzeile“ bzw. „Fußzeile“ kann auf dem Register „Schrift“ die Schriftgröße angepasst werden. Für die Ausrichtung kommt das gleichnamige Register zum Einsatz.

Kopfzeile „Zentriert“ und Fußzeile „Rechts“

Mit diesen Schritten kann können alle erforderlichen Grundeinstellungen angepasst werden.

Weihnachtsmärkte

Sobald der 1. Dezember verstrichen ist, kommen Schüler auf wunderliche Ideen. Sie glauben, dass jetzt die Zeit gekommen sei, mal etwas Entspannung ins Unterrichtsgeschehen einfließen zu lassen. „Wir wollen mal einen Film gucken!“ ist da ein oft gehörter Wunsch. Seit einigen Jahren verbinde ich Lerninhalte mit mit lockerer Unterrichtsgestaltung am Jahresende. Das geht nicht immer und es geht nich in allen Fachrichtungen. Meine Schüler arbeiten dann in Gruppen. Oft gebe ich die Themen vor. In diesem Jahr spielten wir „Wünsch Dir was“. Meine Schüler entschieden sich für das Thema „Weihnachtsmarkt“. Das Thema passt ja prima zur Jahreszeit. Die Gruppen nähern sich dem Thema unter verschiedenen Gesichtspunkten. Alle Inhalte (Texte, Bilder und Fotos) müssen selbst erstellt werden. Wir haben uns im Unterricht angeschaut, wie die Gruppen ihre Arbeitsergebnisse publizieren können. Dabei stellte ich Microsoft Sway, Adobe Spark und WordPress vor. Dann schwärmen die Gruppen aus, machen Fotos, drehen Videos und schreiben an ihren Texten. Für Fotos und Videos kommen oft eigene Smartphones zum Einsatz. Ich biete aber auch die Option an, meine Technik zu nutzen.

Nun liegen erste Arbeitsergebnisse vor:

Eine Gruppe hat sich mit der Geschichte der Weihnachtsmärkte in Deutschland beschäftigt. Diese Gruppe hat sich zusätzlich an Interviews herangewagt.

Eine Übersicht über wichtige Weihnachtsmärkte in Deutschland wurde von einer anderen Gruppe erstellt.


Digitalisierung im Gesundheitswesen

Die Bertelsmann Stiftung hat analysiert, wie Gesundheitswesen und Medizin digitalisiert sind. Positiv: Deutschland ist bei den 17 analysierten Staaten dabei. Negativ: Nur noch in Polen läuft es schlechter, als bei uns.

„Während Deutschland noch Informationen auf Papier austauscht und an den Grundlagen der digitalen Vernetzung arbeitet, gehen andere Länder schon die nächsten Schritte.“

Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung
In Deutschland fehlt es am politischen Willen – da denke ich sofort an Jens Spahn. Neben der Bereitschaft, neue Wege zu gehen, bedarf es finanzieller Mittel, um diese Wege auch erfolgreich beschreiten zu können. Organisationsstrukturen müssen her. Und alle Betroffene müssen auf diesem Weg mitgenommen werden. Mediziner müssen Vorteile erkennen können. Patienten muss die Furcht vor Missbrauch ihrer medizinisch relevanten Daten genommen werden.

Zum Glück gibt es auch heute schon positive Beispiele, die hoffen lassen. Ambitionierte niedergelassene Ärzte beschreiten neue Wege in der Telemedizin. Sie warten nicht, bis die Politik die Rahmenbedingungen angepasst hat. In den Berichten der Landesbeauftragten für Datenschutz taucht das Thema Digitalisierung in der Medizin seit Jahren auf.

Wir bekommen einen neuen Bundesbeauftragten für Datenschutz

Andrea Voßhoff als unbeliebte Datenschützerin zu beschreiben, träfe es nicht so ganz. Sie fand einfach nicht statt. Doch genau das erwartet man doch von einer Person in diesem Amt. Mediale Präsenz ist es doch, die dieses Amt ausmacht. Ob mit der Wahl von Ulrich Kelber alles besser wird, bleibt abzuwarten. Dass alles anders wird hoffe ich. Seit dem Inkrafttreten der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung hat das Thema Datenschutz eine stärker Beachtung in der Öffentlichkeit erfahren. Die Ladesbeauftragten für Datenschutz der Bundesländer fordern seit Jahren, die Themen Datenschutz und Informationelle Selbstbestimmung stärker in die Lehrpläne der Schulen einzubinden. Und – Ulrich Kelber ist Informatiker und kein Jurist, wie seine Vorgängerin.

Ein kleines Video

Der Tag der Zeitumstellung verschafft uns eine zusätzliche Stunde. Draußen ist der Himmel grau, ich liege auf dem Sofa und beschaue mir die Welt, die Online-Welt. Dabei stolpere ich über ein Video. Der britische Mobilfunkanbieter Three will mit seiner Kampagne „phones are good“ gegen den zunehmenden Smartphone-Skeptizismus entgegentreten. Ich will heute gar keine Pro- oder Contra-Diskussion zur Smartphone-Nutzung führen. Ich möchte einfach mal auf dieses Video verweisen.

Gruppenarbeit mit Tools von Microsoft

Zwei neue Klassen haben im August ihre Ausbildung begonnen. Mit einem kleinen Projekt möchte ich folgende Ziele erreichen: Die Schüler sollen sich besser kennen lernen. Sie sollen ihre Kenntnisse bei Informationsrecherchen verbessern. Meine Schüler sollen außerdem Fähigkeiten erwerben, Inhalte online zu publizieren. Alle Inhalte müssen durch die Gruppen selbst erzeugt werden. Das gilt für Texte, für Fotos und für Videos. Die Gruppen habe ich nach dem Zufallsprinzip zusammengestellt.

Da wir uns in Leipzig befinden, habe ich den Gruppen Themen mit Bezügen zur Stadt Leipzig vorgegeben. Die Gruppen beschäftigen sich mit dem Stadtteil Eutrizsch, mit Nord- und mit Südfriedhof, mit dem alten Jüdischen Friedhof und mit Parkanlagen im Stadtgebiet.

In den ersten 60 Minuten haben sich die Gruppen gefunden und für ihr Thema eine Gliederung erstellt. Außerdem haben die Gruppen notwendige Inhalte recheriert.

Da zwei Gruppen Themen bearbeiten, deren Bezug nicht im unmittelbaren Umfeld der Schule zu finden ist, haben diese Gruppen eine Woche Zeit, die benötigten Fotos zu erzeugen.

Als Organisationshilfe nutze ich Padlet. Hier können meine Schüler ihre Arbeitsergebnisse speichern, sich austauschen und sich als Gruppe organisieren. Da jeder neu publizierte Inhalt auf Padlet auf meinem Smartphone gemeldet wird, hatte ich am Wochenende das Gefühl, mein Smartphone hyperventiliere.

In 45 Minuten habe ich meinen Schülern Sway vorgestellt. Die Vorteile dieser Form der Online-Publikation liegen auf der Hand: Sway ist kostenlos. Man arbeitet sich schnell in die Software ein. Inhalte können sehr schnell erzeugt und publiziert werden. Dabei arbeitet man geräteunabhängig. Die Einsatzmöglichkeiten von Sway sind vielfältig: Ich kann Arbeitsergebnisse aus Einzel- oder aus Gruppenarbeiten veröffentlichen. Ich kann Projekte begleiten und Arbeitsstände dokumentieren. Mit Sway kann ich Tagebücher führen, deren Inhalte ich online veröffentliche. Sway kann außerdem vortragbegleitend eingesetzt werden.

90 Minuten haben meine Schüler in ihren Gruppen dann Zeit, um Fotos zu erstellen, um Texte zu schreiben und anzupassen und um ihre Inhalte in Sway zu erzeugen.

Die letzten 45 Minuten nutzen wir wieder gemeinsam. Ich zeige meinen Schülern, wie man in Bing Maps von Microsoft eine neue Sammlung erstellt und wie man Ortsmarken in einer Sammlung speichert. Jeder Ort, jeder Platz, der durch eine Gruppe bearbeitet wurde, wird als Ortsmarke abgebildet. Die Sammlung selbst kann dann wieder über eine Verlinkung veröffentlicht werden.

Während ich diesen Beitrag schreibe, sind einige Schüler unterwegs und fotografieren. Einige Schüler recherchieren noch Fakten und einige Schüler erstellen bereits ihre Sways. Die Gruppen arbeiten sehr gut zusammen und für mich sind bereits jetzt meine Ziele erreicht.

Eine abenteuerliche Reise in den menschlichen Körper

Es fällt uns oft schwer, komplexe Vorgänge im menschlichen Körper leicht verständlich darzustellen. Der Fernsehsender Arte hat sich diesem Thema angenommen. Herausgekommen ist dabei die App „Homo Machina“ für iOS und Android.

Die Spieler begeben sich auf eine phantastische Reise ins Innere des menschlichen Körpers. Die Animationen orientieren sich am wunderbaren Werk des Arztes und Autors Fritz Kahn, der es sich zum Ziel gesetzt hat, komplexe Abläufe in Natur und Technik leicht verständlich darzustellen.